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Europäische Spiritualität erleben

Über Neunholz

Unsere Geschichte begann bereits in den letzten Jahren des vergangenen Jahrtausends… 😉 Seit etwa 2000 firmierten wir unter dem Namen „Heidenkate“ und wenig später wurde „Neunholz“ daraus. Das noch recht kleine Warenangebot war größtenteils selbst gefertigt und zusätzlich verteilten wir schriftliche Informationen über unsere weiteren Aktivitäten: Volkshochschulkurse, Seminare, Vorträge und Workshops zu den Themenbereichen europäische Spiritualität, Runen, Heidentum in Geschichte und Gegenwart, Kulte und Brauchtum sowie Führungen zu ur- und frühgeschichtlichen Kultplätzen der Region. Vielleicht erinnert sich noch jemand: Bei letzterem handelte es sich um ein eigenes Projekt, welches den Namen „Ahnenpfade“ trug.

Neunholz Verkaufsanhaenger am Hafen

Aus einem kleinen Messestand wurde dann schnell unser Oldie-Verkaufsanhänger, mit dem wir Stadt- und Hafenfeste, Kunsthandwerkermärkte und sogar auch (etwas verschämt am Rand…) die ersten Mittelaltermärkte besuchten. Als Gewandung diente zunächst eine aus heutiger Sicht etwas kurios anmutende Mischung aus zugekaufter Pseudogewandung und umfunktionierten Bekleidungsteilen aus unserem eigenen Bestand.

Bis hierhin wurden die Aktivitäten noch wesentlich von Daniela mitgestaltet, die sich dann für einen eigenen Weg entschied: Göttinnenfunke

Um auch an musealen Mittelalterveranstaltungen teilnehmen zu können, ließen wir uns kurze Zeit darauf von einem Freund unser erstes Wikingerzelt bauen, an welches wenig später schon das erste selbstgenähte Sonnensegel angebaut wurde. Nach und nach verbesserten wir unsere Gewandung und erweiterten das Verkaufssortiment um ein Kräuterprogramm, welches im wesentlichen Martjes Handschrift trägt.

Zelte in einer Reihe mit Verkaufsangebot auf einem WikingermarktWir erwarben damals auch zusätzlich noch einen sehr speziellen Verkaufsstand, nämlich einen PKW-Anhänger mit einer fest aufgebauten Wikingerzelt-Imitation. Einige Veranstalter waren jedoch mit dem (verborgenen) Anhänger nicht so recht glücklich. Oftmals stellte sich aber auch heraus, dass, wenn wir uns wahrheitsgemäß mit unserem „Anhänger in Wikingerzelt-Optik“ anmeldeten, der Veranstalter zunächst seinen Unmut darüber äußerte, etwas wiederwillig doch zusagte und dann später während des Marktes erschien und fragte, wo denn nun der angekündigte Anhänger sei… 😀

Einige Zeit später vergrößerte sich unser Team um die beiden Wikinger-Handpuppen Ask und Embla, und der erste Auftritt des „Heidentheaters“ mit Martje im Adventon vor den zur Premiere zahlreich erschienenen „Joms-Vikings“ war ein bisher einmaliges Spektakel! 😉

Inzwischen gibt es bei Neunholz Amulette, Talismane, Bronze- und Silberschmuck, Schnitzereien, Runen, Met, Tees, Räucherwerk und anderes, was ein wikingerzeitlicher Händler hätte anbieten können. Viele Stücke sind nach historischen Vorlagen gefertigt, ebenso wie das heimische Kräuterangebot nach damaligen Vorkommen zusammengestellt ist. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf der Thematik hinter der Ware, wir sind also keine pseudo-authentische Wander-Werkstatt.

Wikingerzelt Verkaufsstand von Neunholz auf Mittelaltermarkt         Wikingerzelt mit Sonnensegel und Hornauswahl von Neunholz

Wir gaben neben dem Besuch von Mittelalterveranstaltungen die Märkte des 21. Jahrhunderts nicht ganz auf und besuchten eine zeitlang weiterhin auch moderne Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte, Stadt- und Hafenfeste.

Holzbude mit Schmuck und Krautern

Seit Herbst 2009 findet sich unter den Domains asatru-shop.de, asatrushop.de, asatru-shop.eu und asatrushop.eu unser Internet-Laden, den wir nach und nach mit immer wieder neuen und weiteren Produkten füllen.

Im Winter 2011/2012 eröffneten wir in Schleswig ein Ladengeschäft. Unter dem Namen „Beowulf Schleswig“ sind wir im Lollfuß 15 anzutreffen.

Schaufensterfront des Ladens "Beowulf Schleswig"Dort konnten wir unser Warenangebot um viele schöne Dinge erweitern, die auf einer mittelalterlichen Marktveranstaltung fehl am Platz wären oder die wir nur schwer transportieren können: Fachbücher, T-Shirts, CDs, Holzkunst, Felle von Schafen, Heidschnucken und Rentieren, Keramik, Bernstein und anderes. Außerdem haben wir im Eingangsbereich einen Bereich mit Hinweisen zu Museen, Veranstaltungen, regionalen Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps.

Momentan haben wir im vorderen Teil des Erdgeschosses den Laden und arbeiten im Hintergrund daran, einen großen, schönen Raum für Vorträge, Autorenlesungen, Musikabende und mehr anbieten zu können. Bis das fertig ist, wird noch etwas Staub wirbeln und einige Späne fliegen müssen… 🙂

Nach wie vor sind wir während der Sommermonate auf verschiedenen Wikingermärkten hauptsächlich im norddeutschen Raum zu finden. Auch wenn ein fester Ladenstandort seine Vorteile hat und wir, wie eben erwähnt, vor allem in Zukunft mehr als ein Laden sein wollen, ist die Atmosphäre dieser Märkte immer wieder etwas Besonderes. Es gibt viel zum Staunen und Lernen, gerade im Gespräch mit den dort versammelten handwerklichen und künstlerischen Talenten, deren Arbeiten sich jetzt manchmal auch in unserem Ladensortiment wiederfinden. Die für die Historiker so wichtigen Fragen, wie dieses und jenes denn damals gewesen sein könnte, beantworten sich dabei oft im Ausprobieren.

Ähnlich verhält es sich mit der hiesigen Naturreligion, nur geht es dabei nicht um möglichst exaktes Rekonstruieren und Imitieren alter Bräuche, sondern um ihr Verstehen und die Möglichkeit, als Menschen des 21. Jahrhunderts an sinnvolle Traditionen anknüpfen zu können. Wichtig war und ist es uns, deutlich zu machen, dass Heidentum, Asatru, Wikinger oder auch Runen nichts mit rechtsextremistisch-völkischer Gesinnung oder bizarren Hohepriester-Initiationen zu tun haben.

Ralf und Martje

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