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Europäische Spiritualität erleben

Verbotene Symbole?

kleiner Abstand
Gleich vorweg: Hakenkreuz, Schwarze Sonne & Co gibt es bei uns nicht zu erwerben, aber wir betrachten es dennoch als notwendig darüber zu informieren und das soll an dieser Stelle geschehen.
Nicht wenige Symbole aus germanischem wie auch keltischem Kulturraum wurden durch die völkische Bewegung sowie die nachfolgende nationalsozialistische Herrschaft für politische Zwecke instrumentalisiert. Das bekannteste dieser Zeichen ist sicherlich das Hakenkreuz, welches in östlicheren Regionen auch als Swastika bezeichnet wird. In Deutschland darf dieses Zeichen mit wenigen begründeten Ausnahmen öffentlich gar nicht mehr gezeigt werden, und es wird heute mehrheitlich als Symbol eines menschenverachtenden Systems gesehen, obwohl es an vielen ur- und frühgeschichtlichen Exponaten des Alltagslebens zu finden ist.

Aber auch andere Symbole, wie manche Runen, Dreiwirbel, Sonnenräder und Keltenkreuze büßten Ihre vieltausendjährige magisch-spirituelle Bedeutung zu (Un-) Gunsten politischer Gruppierungen ein und tun es auch heute noch. Wenn heute eine Organisation wegen verfassungswidriger Bestrebungen verboten wird, so folgt daraus häufig ebenfalls ein Verbot des Zurschaustellens des jeweils von dieser Organisation missbrauchten Symbols.

Bei solchen Symbolen kommt es in den allermeisten Fällen auf den jeweiligen Kontext an, in den das betreffende Symbol gesetzt ist. So wird beispielsweise das Tragen eines Anhängers mit der darauf abgebildeten Rune „Othala“ erst dann zum Straftatbestand, wenn erkennbar ist, dass es sich hierbei um eine Identifikation mit der verbotenen „Wiking-Jugend“ handelt. Diese Verbindung würde vor einem Gericht durch verschiedene Indizien hergestellt werden können. Die völkisch-ariosophisch geprägte Bezeichnung „Odalsrune“, die Nähe oder gar Mitgliedschaft zu/in einer rechtsextremistisch orientierten Gemeinschaft sowie natürlich das Tragen weiterer szenetypischer Symbole, die auf ebensolche Gesinnung hinweisen, können Indiz dafür sein.
Wir würden uns übrigens strafbar machen, wenn wir solche Zeichen an Menschen, bei denen dieser Kontext ersichtlich ist, verkaufen würden. Unabhängig davon machen wir grundsätzlich keine Geschäfte mit Nazis, Rassisten, Ariosophen, völkisch geprägten oder selbstbezeichnenden „Rechtskonservativen“, die die alte Symbolik wieder einmal für ihre Zwecke missbrauchen! Deshalb müssen sich potenzielle Kunden mit entsprechendem Auftreten schon mal die eine oder andere Frage von uns stellen lassen. Wem das nicht gefällt, kann gerne woanders einkaufen gehen!

Etwas anders verhält es sich bei der sogenannten „Schwarzen Sonne“, denn bei diesem immer wieder dargestellten Motiv, dessen Zuschaustellung zwar nicht verboten ist, handelt es sich nicht um ein wirklich altes magisch-spirituelles Symbol. Die älteste Darstellung findet sich als Bodenmosaik in der Wewelsburg im Landkreis Paderborn und wurde zwischen 1938 und 1943 im Auftrag Heinrich Himmlers von KZ-Zwangsarbeitern erbaut. Man vermutet, dass merowingerzeitliche Zierscheiben als Vorbild gedient haben könnten. Dagegen spricht allerdings die Tatsache, dass genau dieses Zeichen nirgends in entsprechender archäologischer Fachliteratur zu finden ist.
(vergl. „Die durchbrochenen Zierscheiben der Merowingerzeit„, D. Renner, Mainz 1970, Verlag des römisch-germanischen Zentralmuseums / Kommission R. Habelt Verlag Bonn)
Lediglich Ähnlichkeiten zu den als Frauenschmuck getragenen Zierscheiben lassen sich feststellen, doch damit ist die Herleitung einer Verbindung zur vorchristlichen nordischen Symbolik nicht im Geringsten belegbar. Schon diese stark verkürzte Beschreibung macht deutlich, dass jemand, der sich bewusst für das Symbol dieser schwarzen Sonne entscheidet, wohl nicht zu den prähistorisch, spirituell oder kulturell interessierten Menschen, sondern eher zu den Himmler-Verehrern gezählt werden muss.
Hieraus folgt die Konsequenz, dass die Schwarze Sonne nichts in unserem Symbolschmuck-Sortiment verloren hat, trotzdem (bzw. gerade weil) dieses Zeichen nicht zu den oben genannten gehört!
Sowohl Kunden als auch Lieferanten, die dieses Symbol für sich entdeckt haben, müssen daher mit entsprechenden Reaktionen von uns rechnen.

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