Aus dem Göttergarten
Pflanzen im Brauchtum
In vielen guten Pflanzen- oder KrĂ€uterbĂŒchern heiĂt es hĂ€ufig: âDiese Pflanze wurde frĂŒher auch Soundso genanntâ, und dieses âSoundsoâ bezieht sich dann auf vorchristliche Kulte. Pflanzen spielten dabei eine wichtige Rolle. So hieĂ beispielsweise das Johanniskraut vor seiner christlichen Taufe Sonnwendkraut. Es blĂŒht zur Zeit der Sommersonnenwende, und zu dieser Zeit gab und gibt es viel Grund zum Feiern.

Es ist viel Wissen um die alten Kulte verloren gegangen. Heute stehen Religionen mit festen Institutionen im Vordergrund. Gerade aber im Brauchtum, in der Kultur, sind viele spirituelle Traditionen weiter ĂŒberliefert. Oft ist dieses Brauchtum mit der Nutzung von Pflanzen verbunden. Unter die christliche OberflĂ€che dieses Brauchtums zu schauen bringt viel Erkenntnis um den frĂŒheren Gebrauch von Pflanzen in der heidnischen SpiritualitĂ€t.
Pflanzen im Jahreskreis
Jede Jahreszeit ist vom Erscheinen, BlĂŒhen, Reifen und Vergehen der jeweils dazugehörigen Pflanzen geprĂ€gt, auch im stĂ€dtischen Umfeld noch, wenn die Augen, Nasen und Ohren offen sind. Allerdings muss sich das groĂe pflanzenproduktliche Angebot, das uns sowohl zur ErnĂ€hrung als auch zur Zierde zur VerfĂŒgung steht, an den tatsĂ€chlichen Jahreszeiten heute nicht mehr streng orientieren. Auch die christlichen Jahresfeste feiern viele, ohne deren Bedeutung zu erinnern oder je gewusst zu haben. Trotzdem markieren diese Feste bestimmte Punkte im Jahr. Einen Bezug zu diesem Kreislauf zu haben ist oft etwas sehr Heilsames und versorgt die spirituellen Wurzeln des Menschen. Situationsgebundene Themen wie Geburt, PrĂŒfungen, Umzug, Freude, Angst oder Tod haben ihre begleitenden Ritualpflanzen. Ebenso haben Pflanzen auch Bedeutungen, die sie individuellen Lebensbegleiter und Götterattribute sein lassen.
Der Göttergarten
Mit der Namensgebung âGöttergartenâ fĂŒr den pflanzenbezogenen Bereich bei Neunholz wird deutlich, dass wir uns auf die vorchristliche Mythologie beziehen, wenn wir die Beziehung zwischen Pflanzen, Jahreslauf und Mythologie deutlich machen. Die Menschen waren viel direkter als heute mit dem Lauf des Jahres und den natĂŒrlichen ZusammenhĂ€ngen verbunden, und das nicht aus einer die Natur idealisierender SentimentalitĂ€t heraus, sondern um ihres puren und oft auch knappen Ăberlebens willen. Sie waren viel mehr als heute Teil der Natur, Teil des Ganzen. Mit der Bezeichnung âGöttergartenâ wollen wir auĂerdem den medizinisch-heilpflanzlichen Schwerpunkt vermeiden, an den jeder sofort denkt, wenn von KrĂ€uterwissen gesprochen wird. Diesen Aspekt haben Pflanzen selbstverstĂ€ndlich auch. Hier ist der Schwerpunkt allerdings auf die Rolle der Pflanzen in Bezug auf SpiritualitĂ€t gelegt. FrĂŒher jedoch hing Heilung viel bewusster als heute mit dem spirituellen Leben zusammen, heute spricht man an den Grenzen der Schulmedizin lediglich von âpsychosomatischen ZusammenhĂ€ngenâ. Das alte und auch im Norddeutschen noch im Sinne von âgesundâ benutzte Wort âheilâ ist verwandt mit âganzâ und âvollstĂ€ndigâ. Die Götter gehörten zu dieser Ganzheit dazu.
Unser Angebot

Die Produkte aus dem Göttergarten ermuntern, unsere Kultur wieder mehr mit den Botschaften der Pflanzen zu ergĂ€nzen. Dazu bieten wir Tees, RĂ€ucherwaren, GewĂŒrze, Naschereien und anderes aus heimischen Pflanzen an. Noch ist es nicht machbar, das Angebot auch auf frische Pflanzenprodukte oder lebende Pflanzen auszuweiten, wir arbeiten jedoch dran. Vorerst betonen wir den Jahreslauf mit seinen Schwerpunkten und Feiern durch Hinweise und Zusammenstellungen, die auf die Jahreszeiten abgestimmt sind. Die Auswahl der Pflanzen ist nach wikingerzeitlichen Vorkommen getroffen. Alle von uns verwendeten Zutaten stammen aus biologischem Anbau. Wir stellen sie auf den MĂ€rkten gern leibhaftig vor, Termine finden Sie hier.
Inzwischen hat sich unser erwerbbares Angebot um einen Online-Shop erweitert!


